25. Januar 2011 – 10:16
Ein neuer Trend erreicht die Reisebranche: Kulturell sensitives Reisen. Diese Form des Reisens eröffnet den Menschen Einblick und Wege in die Alltagskultur der Menschen unseres Reiselandes, und führt Gäste und Einheimische mit gegenseitigem Respekt und Interesse an der Identität des anderen zusammen. Dabei gleitet das Leben an den Reisenden wie ein Fluss vorbei und hält dieser Augen und Ohren offen, sind sein Geist und sein Interesse wach, wird er den Reichtum im Detail des bereisten Landes entdecken. Kulturell sensitiv Reisende möchten nicht nur fotografierte Eindrücke mit nach Hause bringen, sondern während des Reisens mit den BewohnerInnen eines Landes miterleben, an ihrem Alltag aktiv teilhaben oder auch selber Spuren hinterlassen. Solche authentischen, spannenden, vergnüglichen und oft auch tief berührenden Begegnungen beginnen beim Reisen dort, wo die touristische Inszenierung endet. Wer sich den Menschen seines Gastlandes mit Achtsamkeit nähert, wird nicht als Gast oder Tourist wahrgenommen, sondern als Freund und vielleicht sogar als helfende Hand. Solche Einladungen, sich den Gastgebern in den fernen Ländern anzuschließen und sich aktiv zu betätigen, ist aber immer freiwillig und keine Verpflichtung. Der Grundgedanke kulturell sensitiven Reisens ist die Wahrung der Freiheit des Reisenden sowie persönliche und nationale Integrität, die er in das Gastland mitbringt. Kulturell sensitives Reisen verbindet das Reisen mit ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit , sodass Aspekte des Umweltschutzes, des Artenschutzes und der Klimaverträglichkeit ebenso in die Reisegestaltung einfließen wie die Sensibilisierung für ethnische und soziokulturelle Bedingungen des Landes, in welchem er Gast ist.
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