Alkohol bei Kindern und Jugendlichen

16. März 2011 – 07:02

Kinder werden heute oft frühzeitig an den Geschmack von Alkohol gewöhnt, denn in Süßigkeiten, Lebensmitteln und auch sogar Medikamenten, die manchmal ausdrücklich für diese Altersgruppe als geeignet bezeichnet werden, ist Alkohol enthalten. Manche Kinder sammeln ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol bei Familienfesten – es darf zur Feier des Tages ein halbes Gläschen Sekt getrunken werden. Für Kinder ist das der erste Schritt in die Erwachsenenwelt, denn die Erwachsenen zeigen es den Kindern vor, dass Alkohol zum Erwachsensein gehört. Meistens darf zur Konfirmation das erste Mal “richtig” getrunken werden. Die Wirkung des Alkohols bei Kindern unterscheidet sich von der bei Erwachsenen

Siehe dazu im Detail: Alkohol bei Kindern


Bildungsreise in die Psychologie

6. Februar 2011 – 07:00

In Würzburg ist die weltweit bedeutendste Sammlung zur Geschichte der experimentellen Psychologie zu sehen. In Computersimulationen kann man in der Ausstellung “Erste Schritte der experimentellen Psychologie” im Würzburger Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie Zeugnisse der Entstehung einer modernen Wissenschaft betrachten. Etwa 5000 Apparate umfasst die Sammlung von wertvollen Geräten, die in Würzburg einem breiteren Publikum zugänglich sind und zeigen, dass die Psychologie eine handfeste Naturwissenschaft darstellt. Würzburg ist eine Bildungsreise wert!

Information
Die Ausstellung im Würzburger Adolf-Würth-Zentrum, Pleicherwall 1, kann von Montag bis Donnerstag zwischen 9 und 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 14 Uhr besichtigt werden. Empfohlen wird die Kombination mit einer Führung.
Anmeldung unter Telefon (0931) 3188683

Drogen aus psychologischer Sicht

29. Januar 2011 – 13:51

Neurobiologisch betrachtet induzieren viele Substanzen mit Abhängigkeitspotential wie Nikotin, Alkohol oder Kokain neuroplastische Lernvorgänge in den dopaminergen Funktionskreisen des Gehirns, die sich mit zunehmender Exposition gegenüber dem Suchtstoff verstärken und so schließlich zur Abhängigkeit führen. Diese Lernvorgänge spielen dann vor allem für die Aufrechterhaltung süchtigen Verhaltens eine wichtige Rolle. Ähnlich wie bei der Konditionierung von Tieren lernt auch der Mensch, bestimmte Situationen oder Tätigkeiten mit dem belohnenden Effekt einer Verhaltensweise zu verknüpfen. Bei Alkoholikern kann schon das Knallen eines Korkens, bei Rauchern der Anblick eines Feuerzeugs das Craving auslösen. Bei Kokainsüchtigen, denen in einer Studie ein Film mit Kokainkonsumenten gezeigt wurde, stieg im Gehirn der Dopaminspiegel und sie verspürten gleichzeitig ein unstillbares Verlangen nach der Droge.

Dopamin dürfte nach neueren Forschungsergebnissen weniger ein direkter Mittler euphorischer Gefühle (oft wird der Begriff Glückshormon verwendet) sein, sondern spiegelt eher die Erwartungshaltung in Bezug auf eine Belohnung wider. Je grösser die erwartete Belohnung desto stärker das Dopaminsignal und desto tiefer die Einprägung dieses Zusammenhangs im Gehirn. Fällt die Belohnung dann geringer aus als erwartet, kann das gesunde Gehirn seine Reaktion rasch korrigieren. Bei Suchtkranken scheint dieser Anpassungsprozess aus dem Ruder zu laufen: Einmal erlernte Auslösersignale wie der Anblick eines Feuerzeugs lösen selbst dann ein Verlangen aus, wenn die persönliche Erfahrung längst gezeigt hat, dass der Konsum des Suchtmittels die Dinge nicht wirklich besser macht.

Die psychosoziale Definition betont, daß jedes menschliche Verhalten süchtig ausarten kann, wenn dafür soviel Zeit aufgewendet wird, daß die weitere psychosoziale Entwicklung der Person beeinträchtigt ist. Sucht wird in dieser Definition als die Entwicklung des Individuums beeinträchtigendes Verhalten bzw. destruktive Entwicklung gesehen. Sucht entspricht damit einem Zustand der Endostase, d.h. Erstarrung, statt dem – Lebewesen angemessenen – Zustand der Homöostase, d.h. einem dynamischen Gleichgewicht. Das süchtige Verhalten wird

  • zwanghaft wiederholt und gewinnt für den Süchtigen immer mehr an Bedeutung.
  • führt zu einer zunehmenden Einengung der sozialen Bezüge und zum Verlust an Interessen oder Selbstkontrolle,
  • bei ausbleibender Befriedigung treten psychische Entzugserscheinungen auf, und
  • der Süchtige versucht, sein Verhalten zu rechtfertigen, auch wenn gesundheitliche Folgen zu befürchten sind.

Eine sehr übersichtliche Darstellung zum Thema Drogen findet sich in den Arbeitsblättern:

Hauptschule und gymnasiale Unterstufe im Spiegel der Forschung

26. Januar 2011 – 09:04

Schule auf dem Prüfstand – Hauptschule und gymnasiale Unterstufe im Spiegel der Forschung

„Auf dem Prüfstand“ steht die Qualität von Hauptschule und gymnasialer Unterstufe als dominierende Schulformen der österreichischen Sekundarstufe I. Die Leistungen der Schüler/innen, ihre schulbezogenen Einstellungen, ihr Verhalten und Befinden in der Schule werden ebenso untersucht wie Wahlgründe, Zufriedenheit und Einstellungen der Eltern. Analysen und zusammenfassende Bewertungen zum Unterricht, zum Differenzierungssystem (insbesondere der Leistungsgruppen) sowie den Schul- und Berufslaufbahnen der Jugendlichen geben wichtige Einblicke in die Funktionsweise der Sekundarstufe I.

Kulturell sensitives Reisen

25. Januar 2011 – 10:16

Ein neuer Trend erreicht die Reisebranche: Kulturell sensitives Reisen. Diese Form des Reisens eröffnet den Menschen Einblick und Wege in die Alltagskultur der Menschen unseres Reiselandes, und führt Gäste und Einheimische mit gegenseitigem Respekt und Interesse an der Identität des anderen zusammen. Dabei gleitet das Leben an den Reisenden wie ein Fluss vorbei und hält dieser Augen und Ohren offen, sind sein Geist und sein Interesse wach, wird er den Reichtum im Detail des bereisten Landes entdecken. Kulturell sensitiv Reisende möchten nicht nur fotografierte Eindrücke mit nach Hause bringen, sondern während des Reisens mit den BewohnerInnen eines Landes miterleben, an ihrem Alltag aktiv teilhaben oder auch selber Spuren hinterlassen. Solche authentischen, spannenden, vergnüglichen und oft auch tief berührenden Begegnungen beginnen beim Reisen dort, wo die touristische Inszenierung endet. Wer sich den Menschen seines Gastlandes mit Achtsamkeit nähert, wird nicht als Gast oder Tourist wahrgenommen, sondern als Freund und vielleicht sogar als helfende Hand. Solche Einladungen, sich den Gastgebern in den fernen Ländern anzuschließen und sich aktiv zu betätigen, ist aber immer freiwillig und keine Verpflichtung. Der Grundgedanke kulturell sensitiven Reisens ist die Wahrung der Freiheit des Reisenden sowie persönliche und nationale Integrität, die er in das Gastland mitbringt. Kulturell sensitives Reisen verbindet das Reisen mit ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit , sodass Aspekte des Umweltschutzes, des Artenschutzes und der Klimaverträglichkeit ebenso in die Reisegestaltung einfließen wie die Sensibilisierung für ethnische und soziokulturelle Bedingungen des Landes, in welchem er Gast ist.

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